Eine Erfolgsformel? 3 x 3! Kreative Lösungen für konkrete betriebliche Aufgabenstellungen

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Triste Bürowände, immer die gleichen Kollegen schlurfen über den Gang, regelmäßige Kreativsitzungen Freitags um 16.00 Uhr, Kaffeepötte mit eingetrocknetem Rand, Dauernieselregen, alles schon gesehen, alles schon gehört, alles schon probiert, die Stifte an der Flipchart sind eingetrocknet und Veränderung ist ein staubiges Stück Brot, an dem man lange zu kauen hat und nicht satt wird, die alten Dafür- und Dagegen-Diskussionen, alles muss anders werden und wir bleiben für ewig Gefangene in der Ursuppe unserer Tradition – DOCH HALT! Das muss nicht sein! Denn jetzt gibt es 3 x 3.

Die Idee dahinter: Künstler und Wirtschafts-Leute üben sich im produktiven Schulterschluss. Das Projekt 3 x3 ist im niedersächsischen Oldenburg zu Hause, breitet sich jedoch immer mehr über die Metropolregion einschließlich Bremerhaven aus und ist auch in den anderen Teilen der Bundesrepublik vertreten. Künstlerinnen und Künstler treffen hier auf die Wirtschaft und sollen helfen, Herausforderungen und Probleme in den Unternehmen lösen. Der Weg zum Ziel ist ungewöhnlich und deswegen erwähnenswert.

Bei dem Projekt stand die Erkenntnis Pate, dass Künstler anders „ticken“ als so genannte normale Menschen. Die Künstler-Welt ist oft eine andere als die im Arbeitsalltag, häufig wird feiner gefühlt und querer gedacht. Künstler bringen eine neue, andere Sicht auf betriebliche Abläufe und das unternehmerische Innenleben mit. Von diesen „nicht-ökonomischen“ Arbeits- und Denkweisen können Unternehmen hervorragend profitieren. Das Projekt 3 x 3 nutzt das die freiwerdende Energie aus dem ungewöhnlichen Aufeinandertreffen und Miteinander von Künstlern und der Wirtschaft. Unter professioneller Anleitung arbeiten Künstler in und mit dem Unternehmen und sollen so vorhandene Potenziale wecken und abzuschöpfen.

Das Projekt-Prinzip: Drei Künstlerinnen und Künstler sowie drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens tüfteln in fünf Sitzungen an kreativen Lösungen. An dem Projekt beteiligen sich – angelegt auf die Dauer von vier Wochen – drei Unternehmen gleichzeitig. So ergibt sich der Name des Projektes: drei Künstler, drei Mitarbeiter, drei Firmen.

Der Ablauf: Während einer Kick-off-Veranstaltung präsentieren drei Künstlerteams und drei Unternehmen ihr Profil; die jeweilige Problem- und Aufgabenstellung wird festgezurrt. Später geht es in Untergruppen um die Details, zugeschnitten auf die individuelle Situation der Firma. In der vierten und fünften Sitzung werden das Erarbeiten der endgültigen Fassung und die gemeinsame Präsentation zum Projektabschluss in das Zentrum gerückt. 18 Stunden nimmt der gesamte Prozess in Anspruch.

Mehr als 80 Künstlerinnen und Künstler hat 3 x 3 im Nordwesten im Pool; hinzukommen zahlreiche Kreative im Rest der Republik. Manche sind Schauspielerinnen und Schauspieler, aber längst nicht alle – und das ist gut so, weil für bestimmte Problemstellungen die Anregungen etwa aus der Malerei, Bildenden Kunst, Architektur und Musik vielleicht besser passen können als Rollenspiele und umgekehrt. Entsprechend sind die Künstlerteams interdisziplinär zusammengesetzt, beschränken sich also nicht auf eine einzige künstlerische Ausdrucksform.

Die Problemstellungen sind so bunt und vielseitig wie die Wirtschaft. Da kann es sich zum Beispiel um die Frage drehen, wie sich das Betriebsklima verbessern, das Image des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze steigern, die gegenseitige Wertschätzung erhöhen, der Kundenkreis erweitern lässt.    Das Ganze klingt möglicherweise ein bisschen kompliziert – ist es jedoch nicht. Das Konzept von 3 x “ geht in der Praxis auf, wie zahlreiche klangvolle Referenzen bestätigen.

Das Neue kommt auch dadurch in die Welt, dass wir eine andere Perspektive erlangen und auch mal Aufgaben und Menschen zusammenbringen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen (so wie Unternehmensberater und Humor…) Der Knall und die Verwunderung sind groß, doch legt sich der dichte Rauch der kurzzeitigen Verwirrung kann durchaus etwas Ungewöhnliches das Licht der Welt erblicken. Und dann erstrahlt vielleicht auch wieder für einen Moment der Arbeitsalltag und wir kommen auf andere, bessere Gedanken als „geht nicht, weil.“

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