Buchrezension http://www.heiko-kleinhanns.de Sat, 31 Mar 2018 05:02:09 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Gerriet Danz im PowerPoint-Interview zum Buch „An die Wand geworfen“ http://www.heiko-kleinhanns.de/gerriet-danz-im-powerpoint-interview-zum-buch-an-die-wand-geworfen/ http://www.heiko-kleinhanns.de/gerriet-danz-im-powerpoint-interview-zum-buch-an-die-wand-geworfen/#comments Thu, 30 Jan 2014 07:46:54 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=832 Read more]]> Interview Heiko Kleinhanns Gerriet Danz

Wir sind geboren um zu performen. Präsentationsgeschick ist oftmals der entscheidende Schlüssel zum gewünschten Erfolg, denn das Leben ist doch der fortwährende Versuch in Verbindung zu treten, um Aufmerksamkeit, Liebe und Moneten zu ernten. Als Kind haben wir Wünsche präsentiert auf den jeweiligen Adressaten (z.B. Eltern, Oma und Opa usw.) zugeschnitten. Die erste Freundin konnte aufgrund der eigenen Darstellung gewonnen werden. Dann der Job, das Haus, das Boot und die zweite Freundin – alles Ergebnisse der Darbietungskünste. Und wenn wir eines dabei gelernt haben, dann das elfte Gebot: „Du sollst nicht langweilen“.

So gab uns die Welt Technik, erst die Tafel, dann den Tageslichtprojektor und schließlich den Beamer. Und da bemerkt Gerriet Danz, gemeinsam mit Tim Wilberg Autor des Buches „An die Wand geworfen – Die lustigsten POWERPOINT-PRÄSENTATIONEN von Angela Merkel bis zum Weihnachtsmann“, dass zwischen dem Wort „Beamer“ und „Beamter“ der Unterschied nur exakt in einem T besteht. Was sagt man dazu. Schon erscheint vor dem geistigen Auge die Vielzahl an verbeamteten Beamerpräsentationen in Deutschlands Meetingräumen.

Gerriet Danz hat sich aufgemacht die Lücke zwischen Terminator und Präsentator zu schließen und macht sich für außergewöhnliche Präsentationen stark. Danz selbst ist Vortragsredner, Kommunikationstrainer, Sachbuchautor und ehemaliger Fernsehmoderator, sein Wissen gibt er zudem in Seminaren weiter. Schon sein erstes Buch „Neu präsentieren: Begeistern und überzeugen mit den Erfolgsmethoden der Werbung“ ist uneingeschränkt zu empfehlen. Mit „An die Wand geworfen“ legt er nun ein Feuerwerk der Kreativität und somit der Inspiration nach.

Und weil die Lektüre so viel Lust auf cooles Präsentieren macht, ist es natürlich absolut folgerichtig auch gleich ein PowerPoint-Interview zu führen. Bitte an die Wand werfen!

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Design Thinking: Jochen Gürtlers praktischer Ratgeber http://www.heiko-kleinhanns.de/design-thinking-jochen-guertlers-praktischer-ratgeber/ http://www.heiko-kleinhanns.de/design-thinking-jochen-guertlers-praktischer-ratgeber/#respond Wed, 23 Oct 2013 12:02:23 +0000 http://www.heikokleinhanns.de/?p=637 Read more]]> Design-Thinking-Infografik-start

Ideen sind – zumindest im beruflichen Umfeld – selten reine Zufallsprodukte, meist entstehen sie aus einer strukturierten Herangehensweise heraus, wenn Probleme mit einer bunten Truppe oder abteilungsübergreifend gelöst werden sollen. Das heißt, überall dort, wo das Neue in die Welt kommen soll braucht es Menschen, die einem Projekt oder Veränderungsprozess tatkräftig zur Seite stehen. Einer dieser Geburtshelfer ist Jochen Gürtler. Ihn beschäftigt dabei die Frage, was Veränderung braucht, damit sie geschehen kann, sowohl im persönlichen als auch im inhaltlichen und organisatorischen Kontext. Derzeit ist Jochen Gürtler neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als Coach und Innovationsberater beim größten deutschen Softwareanbieter beschäftigt, und plant, moderiert und begleitet dort Design Thinking Workshop und Co-Innovations-Projekte.

Dinge und komplexe Sachverhalte auf den Punkt zu bringen ist eine große Kunst. Jochen Gürtler und Johannes Meyer lösen diese Aufgabe meisterlich in ihrem Arbeitsbuch „Design Thinking“ aus der 30 Minuten Reihe von Gabal. Übrigens, wer Jochen Gürtler und seinen Vortrag „Design Thinking. Oder wie innovative Lösungen für komplexe Probleme entstehen können.“ Live erleben möchte, dem sei die Veranstaltung der medien[plan]tage der Müller Ditzen AG aus Bremerhaven am 07. November 2013 ans Herz gelegt.

Ich habe hier im Blog schon mal das Thema Design Thinking als Methode behandelt, das Neue in die Welt zu bringen. Es stellt sich dabei immer wieder die Frage, worin denn die Unterschiede zwischen Arbeiten im Design Thinking Prozess und in herkömmlichen Projektgruppen bestünden. Gemeinsam mit Jochen Gürtler haben wir uns dieser Frage genähert und eine gemeinsame Infografik erstellt. Bewusst haben wir uns dabei auf die auffälligsten Unterscheidungen konzentriert und sie etwas überspitzt zum besseren Verständnis dargestellt. Wir erheben dabei nicht den Anspruch von Allgemeingültigkeit und Vollständigkeit. Die Realität ist nie so schwarz-weiß wie Skizzen es transportieren.

Design-Thinking-Infografik1

Herr Gürtler, Sie veranstalten Workshops zu den Themen Design Thinking, Business Model Generation, Business Model You, Persönlichkeitsentwicklung und vieles mehr. Auf Ihrer Webseite haben Sie eine wunderbare Wolke Ihrer Tätigkeiten. Was passiert, wenn Sie Ihre Fähigkeiten im Bereich Design Thinking, Heldenreise, Reiss Profile oder Scrum mit einander verschmelzen, welche Besonderheiten kristallisieren sich hieraus für Ihre Arbeit?

„Grundsätzlich geht es für mich immer um Veränderung und der Frage, wie Neues entstehen kann. Neue Ideen, neue Vorgehensweisen, neue Sichtweisen auf Themen und sich selbst. Design Thinking bietet z.B. einen wunderbarer Einstieg in die Arbeit an neuen und überraschenden Ideen und Lösungen.  Speziell bei Projekt-Teams, die sich z.B. für 3 Monate zusammenfinden, ist das dann meistens für alle auch eine kleine oder auch größere Heldenreise. Denn jeder verlässt für so ein Projekt ein Stück weit seine gewohnte (Arbeits-) Umgebung, die liebgewonnene Heimat, und folgt “dem Ruf des Helden“ und macht sich auf ins Unbekannte. Dabei werden ihm zwar keine Drachen und Ungeheuer begegnen und als Lohn für die bestandenen Abenteuer winkt auch nicht die blonde Prinzessin. Nichtsdestotrotz gibt es in solch einem Projekt oft viele Unwägbarkeiten und Abenteuer zu bestehen, die mindestens genauso herausfordernd sein können für das Projekt-Team und die mindestens genauso viel Wachstum-Chancen für jeden Einzelnen bereithalten wie die unzähligen Heldengeschichten, die wir alle kennen und meist auch lieben.

Zudem finde ich meine Arbeit im Bereich Design Thinking gerade deswegen so spannend, weil ich hier meine IT-Seele mit meinem Interesse an der Arbeit mit Menschen kombinieren kann. Und weil ich denke, dass ich dabei durchaus Menschen inspirieren und ermutigen kann, sich auf Veränderung einzulassen – sich auf einen wertfreien Blick auf sich selbst einzulassen und damit einen ersten, wichtigen Schritt hin zu der gewünschten Veränderung zu machen.

Reiss-Profile sind ein schönes Tool, einerseits für jeden Einzelnen aber auch für Teams (neue oder schon existierende), um einen Ist-Zustand der Teammitglieder an den Start zu bekommen. Wichtige Fragestellungen sind hier „wie unterschiedlich sind wir im Team” oder „welche Stärken/Schwächen hat jeder”. Ich sehe die Arbeit mit dem Reiss-Profil – entgegen der gelehrten Meinung – nicht als etwas „Fixes“ an, sondern als Beschreibung des Ist-Zustandes. Als Gestalttherapeut bin ich felsenfest davon überzeugt, dass auch die so ermittelten Lebensmotive/Prägungen nichts sind, was jemanden einschränken oder daran hindern sollte, nicht auch andere Einstellungen und Sichtweisen zu entwickeln.

Scrum ist last but not least ein sehr effektives Model, Projekte zu planen und zu strukturieren. Von den allerersten Design-Thinking-Schritten bis hin zu einer Umsetzung und Implementierung erweist sich diese Vorgehensweise einfach als hilfreiches Werkzeug für meine Arbeit.

So unterschiedliche die gerade beschriebenen Ansätze und Modelle auch sind und so untypische vielleicht ihre Kombination erscheinen mag auf den ersten Blick. Ich finde es sehr spannend, aus all dem etwas Neues zu machen. Etwas Neues, das letztendlich die gewünschte Veränderung fördert und vorantreiben kann. Probieren Sie es doch einfach mal aus!“

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Design Thinking – Grenzen der Vorstellungskraft in Unternehmen überschreiten http://www.heiko-kleinhanns.de/design-thinking-grenzen-der-vorstellungskraft-in-unternehmen-uberschreiten/ http://www.heiko-kleinhanns.de/design-thinking-grenzen-der-vorstellungskraft-in-unternehmen-uberschreiten/#respond Thu, 08 Aug 2013 08:16:54 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=524 Read more]]> Design Thinking – Grenzen der Vorstellungskraft in Unternehmen überschreiten

Braucht man für kreative neue Lösungen, ein kreatives Umfeld? Wünschen wir uns radikal andere Ergebnisse, müssen wir nicht dann auch einen radikal anderen Ideenfindungsprozess implementieren? „Ja, ist doch logisch!“, ruft uns Thomas Range, Autor von „Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis“ zu. Man kann in einem uninspirierten Zustand kaum inspirierte Leistungen erwarten, so der Grundsatz. „Design Thinking ist eine Methode, die schöpferische Ressourcen in interdisziplinären Teams nutzt.“, fasst der Autor und brand eins-Journalist den Nutzen der Arbeitsweise zusammen.

Die Design Thinking Methode fängt dort an, wo herkömmliche Workshoproutinen an ihre Grenzen stoßen: In der Zulassung der grundsätzlichen Ergebnisoffenheit. Auch wenn das auf den ersten Blick noch nicht revolutionär erscheint, so entfaltet sich doch die Bedeutung auf den zweiten. „Wie sieht es denn heute in Kreativ-Meetings aus? Trister Büro-Charme, ein Ort der Lähmung. Wie kann man so auf neue Gedanken kommen? Und im Grunde genommen sind die Ideen von anderen schon vorgegeben, so dass das Team kaum eine wirkliche Chance hat, innovative neue Wege zu erkunden. Schnell bleibt man in seinem Rahmen gefangen und wundert sich, dass die Ergebnisse nicht die erwünschte Revolution auslösen.“, beschreibt Ramge die gegenwärtige Kreativkultur in vielen Unternehmen.

Stellen wir uns die Frage nach der Weiterentwicklung unseres Unternehmens oder Angebotspalette, so stehen wir immer vor einer Wahl. Reden wir „nur“ über die Verbesserung und Optimierung des bestehenden oder suchen wir komplett neue Wege, jenseits des bekannten, vorhandenen? Na klar, ausgetrampelte Pfade kann man vergessen, neues Denken muss her, in und für die Zukunft sehen – aber wie leicht fällt es uns wirklich loszulassen und etwas anderes, noch nicht greifbares zuzulassen? Dafür müssen Initiatoren schon ein sehr weitreichendes Verständnis von Selbsterneuerung haben oder aber mit dem Rücken zur Wand stehen. Doch es besteht Hoffnung, dass das Denken in neuen Bahnen bereits eher als Chancenmodell denn als Krisenbewältiger angenommen wird, Thomas Ramge weiß: „In den heutigen Märkten benötigen wir die Fähigkeit, den Kunden viel stärker als bisher in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen zu stellen. Es wächst in vielen Unternehmen das Bewusstsein, dass wir für neue Herausforderungen auch neue Denkweisen entwickeln müssen.“ Design Thinking ist hierfür eine äußerst kreative Methode das Neue schneller in die Welt zu bringen.

Mit Sprechgesang, Rollenspiel und Tanz gelingt es den Teilnehmern bekannte Pfade zu verlassen und neue Angebote, Dienstleistungen, Produkte usw. bis zur Praxistauglichkeit zu entwickeln. Dennoch, eine Anleitung zum Quatschmachen ist dies mitnichten. „Design Thinking zeichnet sich durch ein hohes Maß an Struktur und organisierten Lösungsfindungs- und entwicklungswegen aus und ist kein Kuschelkursus. Es gibt Hürden und Enttäuschungen wie in jedem Prozess.“, sagt der Autor. Nichtsdestoweniger müssen die Teilnehmer erst einmal in einen förderlichen Zustand versetzt werden um sich überhaupt neuen Gedanken öffnen zu können und das gelingt eben durch kreative Aufwärmübungen. „Das Schöne an dem Prozess ist, dass er, sofern konsequent gelebt, auch nach und nach die Denkkultur im Unternehmen positiv verändert und sich daraus neue Lösungen und Ansätze entwickeln, die sich wiederum zu Wettbewerbsvorteilen ausarbeiten. Die Innovationsmethode wird zur Managementphilosophie.“, skizziert Thomas Ramge das ideale Anwendungsergebnis der Methode.

Die Komfortzone ist ein trügerischer Wohlfühlort. Und doch: Begeistern uns nicht solche Geschichten wie z.B. die vom Wandel des Hochsprungs vom Straddle zum Fosbury Flop? Da springen alle immer vorwärts über die Stange und auf einem Mal kommt jemand auf die Idee rückwärts drüber zu springen und steckt alle andere in den Sack. Traumhaftes Business! Das heißt also, wir müssen zwischen Prozessoptimierung und Musterwechsel unterscheiden. Bei Prozessoptimierungen liegen die Lösungen einfacher auf der Hand, während es für Musterwechsel keine vorgefertigten Ergebnisse gibt. Der Autor sagt: „Für Optimierung und Ideen im bekannten Terrain sind die gängigen Mittel wie Projektarbeit, Inhouse-Workshops und ähnliches nach wie vor gut geeignet und erfolgversprechend. Möchte man aber Neuland entdecken müssen wir uns anderer Methoden bedienen als derer, die im Altland funktionieren.“

Allerdings ist der Mensch in unserer Gesellschaft doch relativ kreativscheu und skeptisch geworden und hegt oftmals tiefes Unbehagen gegenüber unkonventionellen Methoden. Kreatives Arbeiten ist in Unternehmen selten an der Tagesordnung, so dass sich das stete Trommeln für Design Thinking und mehr Fremddenken als wertvoll erweisen wird. Gemeinsam mit Juergen Erbeldinger hat Journalist und Autor Thomas Ramge ein wunderbares Buch zum Thema herausgebracht. Illustriert wurde es von Erik Spiekermann. „Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis“ beschreibt unterhaltsam und umfassend die Methoden und die Möglichkeiten mit dieser Arbeitsweise Neues in die Welt zu bringen. Dem Leser werden konkrete Tools an die Hand gegeben um diesen Prozess auch anschließend im eigenen Unternehmen zu implementieren. Empfehlenswert.

Zum Weiterlesen:

Der Autor

Das Buch

Das Projekt auf Facebook

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Lesenswert: „Das Neue und seine Feinde“ von Gunter Dueck http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-%e2%80%9edas-neue-und-seine-feinde-von-gunter-dueck/ http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-%e2%80%9edas-neue-und-seine-feinde-von-gunter-dueck/#respond Thu, 27 Jun 2013 07:27:29 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=486 Read more]]> Lesenswert Das Neue und seine Feinde von Gunter Dueck

Ein ganzes Buch voll schauriger Möglichkeiten des Scheiterns von Innovationsbemühungen. Brrrr. Da fröstelt es den unbeteiligten Beobachter, während diejenigen, deren Beruf es ist, das Neue in die Welt zu bringen, schluchzend vor den Seite sitzen und sagen „…ach ja, wie Recht der Herr Dueck doch hat. Endlich mal einer, der weiß mit was ich mich den ganzen Tag abmühen muss.“ Und das ist die wirkliche Stärke des Buches: Mit einfachen klaren Geschichten den Alltag von Innovationsprojekten zu rekonstruieren und in die Köpfe aller Protagonisten eines Veränderungsprozesses hinein zu schauen. So wird plötzlich vieles verständlicher und der einsame Held der Innovation erkennt, dass er nicht mehr jede Ablehnung oder Hürde als persönlichen Angriff auffassen muss.

Aber auch diejenigen werden sich in den Geschichten wiederfinden, die in ihrem Unternehmen dazu feierlich auserkoren wurden „jetzt auch mal in Innovation zu machen.“ „Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen“ bietet die wunderbare Distanz zum Geschehen, die einem in der steten Wuselei des Alltags oft fehlt. Vermeintlich unvorhersehbare Entwicklungen, werden schnell nachvollziehbar und der Innovator kann begreifen, wie er in Zukunft weitsichtiger an die Aufgabe herangehen kann, soll sie denn zum Erfolg führen. Sie brauchen nicht unbedingt der Erste sein, Sie müssen nur der erste sein, der es richtig macht!

Voraussetzung hierfür ist allerdings die Einsicht, dass die Idee an sich nur ein Teil des Jobs ist. Ebenso wichtig ist es, diese auch in die Umsetzung zu bekommen und zwar so, dass sie am Markt Erfolg hat. Und das ist kein stringenter oder rational Prozess nach dem Motto ist die Idee gut ist der Erfolg logisch, wie man ihn gerne im Plan skizziert. Nix ist logisch – wir haben es immer mit Menschen zu tun und dass macht die Sache einerseits so unberechenbar und zeitgleich aber spannend. „Der Durchbruch ist das Entscheidende, nicht die Idee an sich. Die hat buchstäblich jeder.“, sagt Gunter Dueck.

Die Herausforderung nach dem Lesen lautet: Wenn ich sie nun alle kenne, die Hürden, die Menschen, die Metaebenen, die großen Problem der neuen Welt, wie kann ich es besser machen? Die Antwort: Auch hier bleiben Innovatoren Pioniere – es gibt kein allgemeingültiges Rezept, nur Hinweise auf das Spielfeld und die Mitspieler, seinen Spielplan muss man sich selber entwickeln.

Gunter Dueck weiß wovon er spricht. Er studierte in Göttingen Mathematik und BWL, danach folgten Promotion und Habilitation an der Universität Bielefeld. Es folgte eine Anstellung im Wissenschaftlichen Zentrum der IBM, dort betrieb er Forschungen in der Optimierung von Industrieproblemen, baute das Data Warehousegeschäft der IBM auf und legte in neuester Zeit das Fundament für IBM Cloud Computing. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Keynotespeaker. Viel zu entdecken gibt es auf seiner Homepage www.omnisophie.com.

Sein Fazit? „Leider sind die Vertreter des Neuen oft so ungeschickt, dass sie den Streit selbst erst anzetteln. Ich habe ja schon gesagt, dass sie auch zum Anzetteln neige – bis Gifford Pinchot mir klar machte, dass ich das System nicht so sehr reizen sollte, am besten gar nicht. „Halt die Klappe und mach!““. Mein Fazit? Absolut empfehlenswerte Lektüre.

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Lesenswert: So würde Hitchcock präsentieren http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-so-wurde-hitchcock-prasentieren/ http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-so-wurde-hitchcock-prasentieren/#respond Thu, 22 Nov 2012 07:57:00 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=283 Read more]]> Lesenswert-So-w«¨rde-Hitchcock-pr«?sentieren

Was benötigt man um ein erfolgreicher Superstar im Business zu werden? Richtig. Richtig gute Präsentationen, Vorträge und Auftritte für sein Produkt, seine Ideen oder seine Leistungen. Je besser die Inszenierung desto wahrscheinlicher die „Merk-würdigkeit“ und somit der Erfolg. Oder um es mit den Worten von Robert Greene zu sagen: „Was dem Menschen im wirklichen Leben fehlt, ist nicht mehr Realität, sondern mehr Illusion, Phantasie, Spiel.“

Ich präsentiere gerne, halte Vorträge, moderiere Workshops und auch sonst: Ich freue mich immer wenn ich im Mittelpunkt stehen und etwas erzählen kann. Und damit mein Publikum auch seine Freude an meinen Auftritten hat, ist es selbstverständlich, die Qualität der eigenen Darstellung ständig auszubauen. Hierzu finde ich es interessant, mich in anderen Bereichen umzusehen, wie Schauspiel, Improvisationstheater usw. um neue Impulse zu erhalten. Just als ich mich an die nächste Regisseur-Literatur heranwagen wollte, fiel mir das Buch „So würde Hitchcock präsentieren: Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung“ von Autor, Redner, Trainer und Coach Michael Moesslang in die Hände.

Dem „Hitchcock der Präsentation“ gelingt es in seinem Buch wunderbar Parallelen zu Hitchcocks filmischen Meisterleistungen und Präsentationen zu ziehen, wie wir sie im täglichen Geschäft erleben. Dass viele Präsentationen einfach nur schlecht, einschläfernd und liebloses herumgebeame sind ist bekannt. Aber was tun? Erst einmal: Wollen! Es gibt schließlich kein Gesetzt, was es verbietet spannende (Powerpoint-) Präsentationen zu halten.

Das Buch gibt viele praktische Verbesserungsvorschläge und zeigt konkrete Möglichkeiten auf besser zu inszenieren. Zusätzlich hilft es, sich auch zu trauen und über seinen eigenen Schatten zu springen um mutig anders zu präsentieren. Stilmittel und Techniken für eine spannende Präsentation werden anhand von Hitchcock-Szenen erklärt und anschließend auf den Einsatz in der eigenen Präsentation übertragen. „Suspense“ (die Unsicherheit der Zuhörer, was kommt), wohldosierter Humor und überraschende Wendungen sind nur einige der Mittel, um die Zuschauer bzw. -hörer in den Bann zu ziehen.

Fazit: Lohnenswertes Buch, wenn man bereit ist, an seiner Präsentation zu arbeiten und man sich nicht nur mit den Inhalten sondern auch mit der Wirkung und Dramaturgie des Gezeigten befassen will. Ich bin gespannt auf die Steigerung, wünschenswert wäre vielleicht auch noch ein Folge-Werk „So würde Jigsaw präsentieren“ Muhaha.

„Das Publikum will bei einer Präsentation Ihre Begeisterung spüren. Emotionen entscheiden ob eine Präsentation erfolgreich ist. Hat der Präsentator Passion, dann weckt er beim Publikum Emotionen und der Funke der Begeisterung springt über.“ (Michael Moesslang „So würde Hitchcock präsentieren: Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung“)

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Lesenswert: Keinen Bock mehr? Mehr Spaß und Motivation im Management. http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-keinen-bock-mehr-mehr-spas-und-motivation-im-management/ http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-keinen-bock-mehr-mehr-spas-und-motivation-im-management/#respond Thu, 05 Jul 2012 06:47:22 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=204 Read more]]> Lesenswert-Keinen-Bock-mehr-Mehr-SpaÃ?-und-Motivation-im-Management

Niemand motiviert Unternehmer und Manager. Der eigene Ehepartner hält einen für ständig überarbeitet, Mitarbeiter machen sich scheinbar ein Spiel daraus, den Menschen an der Spitze in den Wahnsinn zu treiben und die Öffentlichkeit hält uns für Kapitalistenschweine und Ausbeuter. Wir haben es nicht leicht. Kaum jemand versteht die Gründe unseres Handels außer einer: Klaus Schuster. Autor des Buches „Keinen Bock mehr? Mehr Spaß und Motivation im Management.“

Wer mich kennt, weiß dass ich immer fröhlich und gut gelaunt bin. Nicht. Und doch ist auch meine Antwort nach dem „warum tust du dir das alles an“, ganz einfach „Spaß“. Mir macht es Spaß zu managen, zu Terminen zu fahren, zu entdecken, zu erobern, Dinge zu entwickeln, Menschen zu führen, Verantwortung zu übernehmen, zu streiten, zu schlichten, Erfolg zu haben und einfach keinen Dienst nach Vorschrift zu absolvieren. Und genau diese Thematik greift Klaus Schuster in seinem Werk auf.

Darf man Spaß bei der Arbeit haben? Ja, so Schuster. Was an sich schon ein neuer Glaubenssatz ist, wo doch die klassische Managementliteratur propagiert, man soll Spaß am Erfolg haben. Schuster dreht das um: Spaß an der Arbeit ist überhaupt erst die Grundlage für Erfolg. Und daran schließt sich gleich die zweite Frage an.

„Was ist es, das Ihnen am meisten Spaß bei der Arbeit macht? Machen Sie heute mehr davon! Zufrieden ist man erst, wenn man entdeckt, was einem tief im Herzen wirklich die echte, unverfälschte Freude bringt. Die Freude macht den Erfolg – nicht umgekehrt.“ (Klaus Schuster: „Keinen Bock mehr? Mehr Spaß und Motivation im Management.“

Das Buch bietet praktische Tipps wie mit Spaß-Killern im Job umzugehen ist sowie viele neue Perspektiven auf häufige Probleme im Manageralltag. Dem geneigten Leser werden (Denk-)Wege aufgezeigt wie er als „Emotional Leader“ wieder zu mehr Spaß und Erfüllung in seiner Position findet.

Vom harten Titel des Buches sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Inhalte sind auch für ganz normale Erfolgsmenschen wie du und ich interessant, die im Allgemeinen zufrieden mit Ihrer Arbeit sind, sich aber ganz gerne von Zeit zu Zeit ein bisschen pushen wollen. Der lockere Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, kaum kommt ein erhobener Zeigefinger zum Vorschein. Und wenn, dann bei den Dingen die klar der „falsche Spaß“ sind, z.B. Koks und Nutten. Verständlich.

Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Ihre Mitarbeiter, Ehepartner, Kinder und Freunde werden es Ihnen danken, wenn Sie von nun an mit viel besserer Laune durchs Leben laufen.

„Spaß an der Arbeit ist kein Luxus, Spaß ist Notwendigkeit.“ (Klaus Schuster: „Keinen Bock mehr? Mehr Spaß und Motivation im Management.“)

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Lesenswert: Howard Schultz – Onward. http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-howard-schultz-onward/ http://www.heiko-kleinhanns.de/lesenswert-howard-schultz-onward/#respond Thu, 24 May 2012 09:27:21 +0000 http://www.heiko-kleinhanns.de/?p=161 Read more]]> Lesenswert Howard Schultz Onward

„Onward – Wie Starbucks erfolgreich ums Überleben kämpfte, ohne seine Seele zu verlieren“ ist die Geschichte eines Unternehmens dessen Erfolgsstory schier endlos schien: Eröffnung von neuen Stores am Fließband, Premium-Kaffee, Einstieg ins Film- und Musikgeschäft und traumhafte Aktienwerte. Bis eines Tages die ersten Anzeichen einer Talfahrt gepaart mit der Weltwirtschaftskrise im Kaffeesatz zu lesen sind. Ein Situation die völlig neu ist für Starbucks.

Gründer und langjähriger Chef, Howard Schultz, hatte sich schon aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, als er, als einer der ersten, erkennt in welchen Problemen Starbucks steckt. Er fällt die eher ungewöhnliche Entscheidung als CEO zum Unternehmen zurückzukehren um die Geschicke wieder selbst in die Hand zu nehmen. Offensichtlich hatte sich Starbucks zu weit von seiner ursprünglichen Mission, dem Kaffeeerlebnis, entfernt, während zeitgleich andere Anbieter wie McDonald‘s „McCafé“ zusätzlich auf den Markt drängten.

Der Kreuzzug zurück zum Glück beginnt und der Held reitet durch das Unternehmen und planiert, saniert, multipliziert, inspiriert und zeigt wunderbar, wie man seinen Werten treu bleiben und sich dennoch neu erfinden kann. Insgesamt eine tolle, inspirierende Geschichte, die motiviert  auch im eignen Unternehmen mehr anzupacken, seiner Vision zu folgen und wieder öfter gegen den Strom zu schwimmen.

„Es gibt Momente im Leben, in denen wir den Mut aufbringen, Entscheidungen zu treffen, die gegen den gesunden Menschenverstand und den weisen Ratschlag von Leuten gehen, denen wir vertrauen. Aber wir lehnen uns dennoch aus dem Fenster, weil wir trotz aller Risiken und vernünftigen Argumenten glauben, dass der Weg, den wir einschlagen, der richtige ist, und das Beste, was wir tun können. Wir weigern uns, Zuschauer zu sein, auch wenn wir nicht genau wissen, wohin unser Handeln führen wird. Diese Form von Leidenschaftlicher Überzeugung entfacht Liebe, gewinnt Kriege und treibt Menschen an, Ihre Träume zu verwirklichen, wenn andere sich das nicht zutrauen würden. Der Glaube in uns selbst und daran, was richtig ist, katapultiert uns über Hürden, und unsere Leben entfaltet sich.“ (Howard Schultz: „Onward – Wie Starbucks erfolgreich ums Überleben kämpfte, ohne seine Seele zu verlieren“)

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